am wochenende hatte ich zeit mir die beiden podcasts von msn deutschland, zu viral marketing anzuhören. hier meine notizen
die fragen stellen: alexander wunschel, nikolaus bauer
die antworten gibt: martin oetting
was ist viral marketing?
- viral marketing der ansatz, marketing über mundpropaganda zu machen, online wie offline
- viral marketing wird vornehmlich online gesehen, meistens wird dabei an das weitelreiten von clips, websites, gedacht, diese sicht ist zu eng
- die offline mundp. ist sehr durcschlagend.
was eignet sich besonders (produkte oder services)?
- bemerkentwerte produkte!
- beim produkt selbst beginnen
- das richtige produkt in die richtigen hände bringen (auch mit hautcreme kann einen viraler effekt erzielt werden, wenn die richtigen konnektoren erreicht werden)
zu virale filmchen
virale spots alleine sind nicht zu überschätzen – youtube ist bereits randvoll. die konkurrenzdruck bei „verrückten filmen“ ist extrem hoch. die spassige sache steht im vordergrund, das produkt dabei im hintergrund, für die marke bringt dies bei viralen filmchen alleine meit wenig impact.
wie erkenne ich gute konzepte bei viralfilmchen
schwierigkeit, objektive kriterien anzulegen bei filmchen > die abschätzung, dass ein film weitergeleitet wird.
negativbeispiel:
kampagen für fast food, in dem spot paris hilton die bentley wäscht und burger isst. beispiel vor allem für werbung ohne effekt: das waschen eines bentleys hat nichts mit essen eines burgers zu tun. der absatz der kette ging im selben zeitraum zurück.
der rat deshalb: natürlich unterhaltsame geschichte erzählen, diese aber an die marke aufhängen.
beispiel horst schlämmer blog (vw videoblog)
host schlämmer wurde mit euphorie in der blogosphäre aufgenommen, was für die sonst so kritischen deutschen blogger untypisch ist.
als startpunkt für eine zusammenarbeit, zwischen horst schlämmer und VW sehr gut, und sollte dies auch zukünftig nutzen kann für die marke ein erfolg daraus entstehen.
glaubwürdigkeit steigern durch selbstkritik und ironie?
unternehmen, die kommunikation glatt aufpolieren, das hat wenig mit dem vokabular zu tun dass in täglichen gesprächen stattfindet. die marke soll sich anpassen, die sprache des kunden, nicht corpspeak. marken dürfen sich nicht 100% ernst nehmen, wenn sie konversation anregen wollen. beispiel weblogs, corp. weblogs > sehr entscheidend dass hier menschen schreiben, damit diese als authentisch wahrgenommen werden.
betrieb eines corp weblogs – ist das nicht nur „homöopathie-marketing“, und erreiche ich da nicht nur mikro-community? die erzeugt hohen aufwand, zahlt sich das aus?
kommt auf die sicht drauf an. bei klassischen marketing > ich möchte eine message an viele personen kriegen, dann nicht!
möchte ich aber ins gespräch mit den personen treten, die ev. auch weblogs betreiben, verlinken, auch offline darüber reden, etc… es hat mehr mit vertrauen, kennen, dialog zu tun. mittels weblog können virale effekte erzielt werden, aber andere als bei viraler werbung!
windows live team blog als beispiel von microsoft deutschland
wieviel transparanez braucht die marke? (wired titel „get naked“)
„vertrauenserweckend durch größtmögliche transparenz“
die tendenz weg von corptalk zu gehen, hin zu menschen die fragen konkret beantworten
transparenz muss nicht heißen 100% der gestaltung dem kunden zu überlassen. die produkt-experten im F&E bereich sitzen im haus. aber die kunden unterhalten sich sowieso über die marke oder die produkte, und sich an diesem gespräch zu beteiligen, ist heute sehr wichtig.
spots mit wahrscheinlich keinem impact: ford ka und VW spot
wie können virale marketing effekte entstehen:
- produkt selbst
- kommunikation zum produkt
- die form und ausgestaltung der kommunikation zu relevanten communities
beispiel: windows vista betatest: effekt, meinungsführer installieren dies und erzählen davon. gute ansätze, mundpropagdana anzuregen
wo ist die abgrenzung zu buzz marketing?
viral marketing: das was tendenziell eher im internet passiert
buzz marketing: die PR story, die neben den schlagzeilen für konversation sorgt
und oben drüben word of mouth marketing
guerilla marketing:
- den positiven ansatz: guerilla ist eine einstellungssache. dahinter steckt der ansatz, mit möglichst wenig mitteln viel erreichen
- negative guerilla: wir machen was total krasses auf der strasse „mit nacktem arsch ins gesicht springen“
wie aktiviere ich virals?
beispiel für gutes video: dove evolution spot > mit hilfe eines spots viele erreichen. wurde nur auf youtube eingestellt. sowas ist aber sehr selten, und passt auch selten so gut zur marke
besser: eine grundgesamtheit über eine plattform zu erreichen. kritische masse ist gefragt.
donts:
- eine geschichte erzählen in der die marke untergeht
- mundpropaganda zu faken (zB calvin klein)
mehr zum thema mundpropaganda marketing gibts laufend auf martin’s blog unter www.connectedmarketing.de
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1 Antwort bis hierher ↓
Martin Oetting // 14. Mai, 2007 um 2:13 |
Dank Dir für die ‘Show-Notes’, hab’s gleich bei der zweiten Folge als Link nachgetragen. :-)