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content management systeme müssen komplizierter werden!

20. Mai, 2007 · 2 Kommentare

als ich im märz 2000 bei microsoft begann, 7h die woche webseiten betreuen, für windows, office, msdn, gab es ein sehr einfaches CMS. es hieß noch nicht mal CMS, ganz bescheiden hieß es “web publishing system”. es gab wenig funktionalität: 2 templates, eines für längere artikel, eines für kurze newsitems. pro beitrag konnten ein paar bilder hochgeladen werden. der editor konnte fett, kursiv, unterstreichen und links einbinden. es gab nur eine berechtigung, nämlich “publishing” oder nicht… der einzige unterschied lag darin, dass manche auf allen channels newsitems schalten konnten, andere wieder nur auf einem. dass wars. kein workflow, kein stageserver, keine 127 verschiedenen templates. aber dieses system war auf lange sicht zu einfach. es musste ein workflow modell her, verschiedene permission-levels (editor, author, reader, channel manager), page history, page validation und und und… flash war nice2have, aber niemals wäre jemand auf die idee gekommen darin auch content zu verpacken, außer ein paar coole graphiker und designer.

es musste komplizierter werden! wir bekamen all die funktionalität, ein content management system eben. jetzt stellen viele leider fest, dass dieses cms gar nicht so sehr die produktivität steigert, sondern es etwas komplizierter macht… ein auszug darüber, bei wievielen seiten zB der  vom system zur verfügung gestellte freigabeprozess durchlaufen wurde, lässt einen erschaudern. dass lässt sich auf viele funktionalitäten übertragen: kaum verwendet

jetzt machen wir die rolle rückwärts: möglichst nur 2-3 templates, wenig layout-varianten bei diesen. ein paar fixe bildgrößen. lektorat: ja, bei kritischen inhalten, aber ist nur nice2have.

das große CMS könnte heute vielfach durch ein einfaches multi-blog-system ersetzt werden. simple content anlage, einfaches und schnelles publishing, wenig firlefanz. die folge wären aktuellere seiten, höhere aktualisierungsfrequenz, geringere kosten für die infrastruktur, geringere kosten für die agentur, die gebraucht wird um das komplizierte cms zu administrieren. und zuletzt, mehr lust beim website-owner sich auch um seine seite zu kümmern!

Kategorien: blogs · ebusiness · kommunikation · microsoft · microsoft.com · software · web

2 Antworten bis hierher ↓

  • wolfgang // 5. Juni, 2007 um 9:56 | Antworten

    du triffst den nagel auf den kopf. irgendwie muss alles wieder einfacher werden. glaubst du wirklich, dass ein multi-blog-system funktionieren könnte … oder träumst du eher vor dich hin? was ja auch schön ist manchmal …

  • mirolfm // 5. Juni, 2007 um 10:23 | Antworten

    für microsoft.com als ganzes kann es sicher nicht funktionieren. aber einfacher werden mus es, damit die update-frequenz wieder steigt.
    übrigens müssen wir uns mal über bruce chatwin unterhalten – hab ich letzten sommer durchgenommen ;)

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