indien: warum indien?

warum ausgerechnet indien?

mit 15 habe ich von meinen eltern die serie “reisen – menschen – abenteuer” erschienen im frederking & thaler verlag geschenkt bekommen. 14 bände mit reisestorys von der arktis, faszination arktis – ein-mann-expedition durch die eiswüste, bis indien, rätselhaftes indien – mit dem motorrad durch das land der bettler und maharadschas (erschienen 1989 ). das buch lieferte damals schon wahrscheinlich ein nicht mehr ganz zeitgemäßes bild von indien, war dieter kühnel nicht viel später in indien unterwegs als mein vater (heute so ca. vor 30 jahren).

dieter kühnel ist nach ende seinen studiums in münchen mit dem motorrad nach indien auf. ohne viel erfahrung wird einem heute noch immer sehr davon abgeraten. er hatte sie gar nicht – ab ins geschäft und ein BMW motorrad gekauft. alleine die distanz, und dann der verkehr in indien! die geschichte ist spannend und hat mich begeistert. mich interessierte indien von da an, aber mit 15 war ich natürlich weit davon entfernt ernsthaft über eine indien reise nachdenken zu können. abgesehen davon hatte ich nach der lektüre absolut respekt vor jedem indien reisenden!

während meiner helferstunden in der bäckerei zuhause erzählte mein vater oft von seiner indien reise, das hat mein interesse immer wieder geweckt.

indien muss man gesehen haben!

eine indienreise damals hat freilich ganz anders ausgesehen. nicht mit dem flieger! ab nach istanbul in den puddingshop, dort haben sich alle tramper abgesprochen – wer fährt wohin und wie lange, wer kann wen wo hinvermitteln oder mitnehmen. mein vater reiste mit dem bus, auch über den khyber pass, also war indien nur eine station: iran, afghanistan und pakistan auch gleich. eine damals typische route. der puddingshop in istanbul existiert heute noch, hat jedoch nichts mehr von dem flair der 70er. wie helge timmerberg in tiger fressen keine yogis schreibt ist es heute ein lokal das von japanischen touristengruppen für photoshootings besucht wird.

mein cousin hat längere zeit in indien gelebt und auch dort geheiratet, bei seinen seltenen besuchen konnte ich so noch aus erster hand erfahren, wie indien tickt.

kürzlich war dieter in indien und hat fleißig berichtet, nochmals frischer input.

und mit dem job wechsel jetzt konnte ich genug zeit frei bekommen und die indienreise wahr werden lassen.

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