owen king / neues buch von stephen king

von stephen kings büchern hab ich noch keins gelesen, mir sind nur ein paar verfilmungen vage in erinnerung, außer shining mit crazy jack nicholson. es gibt jetzt einen neuen roman von king, tausend seiten dick, rund um das kennedy attentat. zu diesem anlass gibts in der aktuellen spiegel ausgabe ein interview mit king.

im interview spricht king über seine überwundene alkohol und kokainsucht („ich gehe noch immer wöchentlich zu den AA treffen“). auch die geschichte zum beginn seiner karriere findet sich im interview nochmals. stephen king hatte seinen ersten roman carrie schon in die mülltonne bugsiert, als seine frau diesen herausfischte und für gut befand. obs genau so war oder nur so ähnlich – es erzählt sich gut. interessanter fand ich kings ansage dass er in einer familie voller rechtsaußen republikaner aufwuchs. die idee zum jetzt neuen roman hat king schon 40 jahre im kopf, aber erst durch den versprühten optimismus und begeisterung, ausgelöst durch obama (was ist davon jetzt noch da?), hat er nun das buch geschrieben.

das hat mich an den roman der wahre präsident von amerika (2006) von kings sohn owen erinnert, den ich vor ein paar jahren gelesen hab. owen king schreibt keine horrorgeschichten (anders als der andere king sohn joe hill).
der plot: das jahr 2000, george bush junior und dessen sieg über al gore nach einigem hickhack bei der stimmauszählung, und wie sich das in die welt des 15 jährigen george auswirkt. der großvater von george, bekennender demokrat und ehemaliger gewerkschafter, hat im garten ein schild aufgestellt: al gore, der wahre präsident von amerika. eines tages wird die tafel von einem unbekannten beschmiert und ein kleinkrieg beginnt – der 15 jährige george wird mit hineingezogen. kurzweiliger roman mit überraschendem ende.

kulturnews.de

Das ländliche Amerika ist der Hort des Bösen: geifernde Republikaner, wiedergeborene Christen, Schwulenhasser. Kennen wir alles, und kennt auch der 15-jährige Kleinstädter George. Eigentlich beschäftigt ihn aber anderes, zum Beispiel das Erwachsenwerden, ein Rätsel namens Sexualität und sein krebskranker, inkontinenter Großvater. In seinem Roman und den vier angehängten Erzählungen stellt Owen King unserem klischeebeladenen Amerikabild eine sensible Coming-of-Age-Geschichte gegenüber. P. S.: Owen ist Sohn des Auflagenkönigs Stephen King. Macht aber nichts – verkaufsfördernde Familienhilfe hat er gar nicht nötig. (arm)

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