vorige woche samstag (11.2.) wars endlich soweit und wir konnten in einer kleinen gruppe den schon länger anstehenden erstbesuch in der forelle in angriff nehmen.
die location: nach betreten des clubs kommt mal der ticketschalter, weiter zur garderobe. dann durch die nächste tür in den club auf den kleineren kitchen floor, und ohne abtrennung auf den großen floor. dass ganze ist schlauchartig angelegt, also es gibt nur vorwärts oder rückwärts im club. aber eng sollte es nicht so schnell werden, denn groß genug angelegt ist das allemal.
sofort aufgefallen ist mir der klare druckvolle sound am main floor, bei der anlage wurde sicher nicht gespart. die größe der forelle ist schon beeindruckend, könnte aber auch ein problem sein. ich denke 400-500 leute haben allein am mainfloor platz. wien ist wohl zu klein für einen weiteren club der auf die zielgruppe der techno/house/elektornika jünger los geht, und vielleicht innerhalb dieser fraktion auch noch aussortieren will.
die no photo policy ist wie zu erwarten auch mehr werbeschmäh als gelebte realität. ich hab aber auch nichts wahrnehmen können was nicht nach außen dringen hätte dürfen, also egal.
preise: heftig! seiterl € 4, spritzer 3,50. dass passt irgendwie nicht ganz zu der zielgruppe die das line up anspricht.
kommentare zum publikum sind im ersten jahr nach der eröffnung wohl wenig sinnvol, dass wird sich langsam entwickeln. an diesem abend war es eine mischung aus: rich kids trifft WU meets passage + kleine portion sauna audience + clubtouristen wie uns.
die pratersauna und forelle werden momentan immer verglichen, mein kommentar: sympathischer ist mir die pratersauna mit ihren eng verschachtelten floors und räumen. ein haus das wächst und gedeiht, und im grünen prater gelegen, anders als der betonbau inkl. parkhaus an der spitellauer lände, in dem die forelle beheimatet ist. die sauna ist in diesem fall aber wohl sowieso einzigartig in wien und damit kaum zu toppen. und auch die pratersauna ist alles andere als günstig, aber eben günstiger als die forelle. und dass der sound vielleicht nicht so fett ist macht die location locker wett.
früh für ein fazit: jedenfalls viel potential und wer beobachtet hat wie stark sich die pratersauna in den ersten beiden jahren des bestehens noch verändert hat kann gespannt sein. die clubgröße finde ich extrem optimistisch angelegt. mal schauen ob das teure line up so aufrecht gehalten werden kann und nicht ein schwenk in richtung kommerziellere musik erfolgt.
für mich war es trotzdem für längere zeit der letzte besuch nachdem ein überfürsorglicher security einen kumpel von mir wegen einer lappalie gleich hausverbot gegeben hat. da hat sich unsere clique solidarisch gezeigt und gleich geschlossen den club verlassen.
weitere kritiken sind auf tupalo und wordpress zu finden.