24 stunden sao paulo

häuser dieser art x1000 in sao paulo
häuser dieser art x1000 in sao paulo

besuchen sie unbedingt vielleicht sao paulo – so lässt sich die lonely planet beschreibung ungefaehr zusammenfassen. haben sie rio schon gesehen, muessen sie sowieso weiter in den sueden, dann koennen sie in der 11.mio einwohner stadt halt machen. warnung: nach rio werden sie enttaeuscht sein.

was 11mio. heisst laesst sich bei der anreise im bus gleich lernen: die letzten beiden stunden ziehen sich durch eine industrievorstadt. ankommen am busbahnhof in der nacht moeglich, aber dort eine passende unterkunft finden: schlechte idee. bei 2 der direkt an einer ausgangsstrasse vom busbahnhof gelegenen „hotels“ haben wir uns ein zimmer angesehen, die hatten ihre eigenheiten. das eine hatte ein riesenloch in der decke (jemand durchgebrochen?) und ein kinderschuh lag unterm bett (entführtes kind?), das WC am gang mit blick auf den hoteleingang. das zweite zimmer hatte sogar eine dusche, nur in einem mini zimmer eingemauert mit einer tür auf einen hof (schnelle flucht möglich?), dafür eine toilette ohne tür mit direkter anbindung ans bett. vor den hotels: eine strasse die eine eigene erwähnung im lonely planet kapitel gefahren und ärgernisse verdient haette. ganz finstere gestalten mit denen augenkontakt vermieden gehört.

also nochmal zurueck auf den busbahnhof, um einen hotelnamen in einer besseren gegend in der naehe vom busbahnhof aufzutreiben. besser heisst: die unterkunft liegt direkt neben einer polizeistation (die aussieht wie für immer geschlossen) und einer besetzten rezeption samt kameraüberwachung am eingang. wer ist schon so blöd und wird direkt neben einer polizeistation straffaellig?

busbahnhof sao paulo groesser als ein airport
busbahnhof sao paulo – größer als so mancher airport

auch bei tag erschliesst sich einem die schönheit der stadt nicht gleich auf den ersten blick. ideenlose hochhäuser auf der avenida paulista aneinander gereiht, verstopfte strassen und viel lärm. beim blick weiter nach oben wolken aus smog, nach einer stunde durch die stadt spazieren dreck auf der haut und das unbedingte bedürfnis duschen zu wollen (erinnerungen an neu dehli werden wach). der spaziergang durch das historische zentrum (die reste davon) ist schnell erledigt. danach beginnt der zweite teil des citytrip: selbst shoppen oder reichen leuten auf der rua oscar freire dabei zusehen. nett waren ein paar kleine hipsterläden die wir zufaellig zwischen avenida paulista und rua oscar freire entdeckt haben. dann regenbedingt in ein kleines cafe einkehren, schon wird es wieder finster. rein in die metro, zurueck zum bahnhof und raus aus der stadt.

(mehr sao paulo bilder auf flickr)

stauzeit in sao paulo
stauzeit in sao paulo

ps: zum thema werbeverbot im öffentlichen raum in sao paulo – ja, ich konnte das teilweise sehen, leere reklametafeln bei der stadteinfahrt zum busbahnhof neben der stadtautobahn. aber so wie ich mir das vorgestellt habe, das ich kaum werbung wahrnehmen werde, so ist das überhaupt nicht – davon gibts genug. entweder wurde das gesetz teilweise wieder rückgängig gemacht oder es ist einfach weit weniger dramatisch als ich es verstanden habe.

Eine Antwort auf „24 stunden sao paulo“

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