das iPhone announcment vs. NSA iSpy leak

apple hat ein neues iphone vorgestellt – und die welt stand still. kurz davor hat Der Spiegel neues zum NSA skandal released. nämlich internes material darüber wie die NSA iOS und blackberry daten abgreifen kann – angeblich ohne irgendein wissen der hersteller.

bei der NSA beweist man humor, so heißt es auf slides zu bildern von iphone, steve jobs und dem legendären 1984 apple mac spot

Who knew in 1984 that this would be big brother and the zombies would be paying customers?

wer kann jetzt wirklich noch glauben dass die am neuen iphone 5s mit dem fingerabdrucksensor gesammelten daten niemand anderem zugänglich sind. ich denke irgendein NSA mitarbeiter bastelt schon neue powerpoint slides

who knew that after all the leaked classified NSA documents people would still use a fingerprint sensor on iPhone 5

der vollständige spiegel artikel wurde auf englisch auch online frei zur verfügung gestellt: iSpy: How the NSA Accesses Smartphone Data.

1984 NSA Slides Apple iPhone

burn macht jetzt auch auf dj culture

red bull hat die red bull music academy, samt radio, event shows und event sponsoring… t-mobile (electronic beats) sein magazin, ebenso events und fettes event sponsoring.. und burn macht copy/paste und greift auch nach der coolen hippen dj-produzenten-musiker influencer audience. burn verlost eine residency auf ibiza. die zutaten sind immer gleich, massig kohle in ein aufwändig gestaltetes marketing programm dass das wahre interesse an der musikszene unter beweis stellen soll. cool arrangierte videos mit red bull, dem t-mobile magenta oder fesche leute mit burn auf ibiza. auf den events und in den videos gibt sich alles was rang und namen hat weltweit die klinke in die hand. da ist wirklich jeder käuflich, wenn man sich so die line ups ansieht kann keiner widerstehen. fragt sich ob es irgendwann noch festivals oder clubs geben wird wo der dj nicht in der red bull verzierten dj kanzel, in der t-mobile arena oder im burn club auf ibiza auflegt. the kids want techno and the ausverkauf continues.

novak und seine uhr

AUDEMARS PIGUET AMBASSADOR Novak Djokovic
(c) image copyright by AUDEMARS PIGUET

das kennen wir aus dem skisport vom zieleinlauf: kann kaum reden, aber mit müh und not wird ein ski in die höhe gerissen und noch schnell eine handyattrape umgehängt – das gibts jetzt auch im tennis, wenn auch etwas subtiler.

nach ende eines matches schreitet die nummer 1 der welt  im tennis, novak djokovic, zur bank, legt schläger ab und sich eine schwere uhr auf die hand. wer da an angeber denkt liegt falsch, dahinter steckt natürlich ein werbedeal: er ist „AUDEMARS PIGUET AMBASSADOR„. price range: 15000 bis 600000 euro :)

how low can you go – amen

meine bereits bestehenden negativen assoziationen gegenüber dem webservice amen werden mit der aktuellen plakat kampagne in berlin noch verstärkt – AMEN

ein service, das viel aufmerksamkeit bekommen hat, auf der suche nach dem sinn. aber ich möchte mich der meinung von basicthinking anschließen. irgendwas kann aus dem service noch werden! der beste kommentar rund um den amen hype auf basicthinking.

amen plakat in berlin – aus amen newsletter

25 jahre head prestige

der tennisschläger HEAD prestige, schon ein klassiker gewesen als ich mit dem tennisspiel begann, wird 25. und der hersteller weiß das entsprechend zu vermarktenwas gibt es besseres als eine reihe von ehemaligen tennisgrößen (inkl. thomas muster, goran ivanišević) über das racket sprechen zu lassen mit dem sie die großen bewerbe gewonnen haben? auf ebay gibt es für das 25 jahre alte modell head prestige tour 600 noch einen gebrauchtmarkt (damals made in austria) -eine kleine community bleibt wohl trotz großer technologiesprünge bei den rackets dem alten klassiker treu.

camper schuhe und authentische kommunikation

camper schuhe sind von qualität, schauen gut aus, tragen sich gut und werden in spanien produziert. deswegen kosten sie im schnitt EUR 150.
falsch: sind seit einigen jahren made in china!

in meinem kopf war nur die werbebotschaft von „traditionell spanisch, ursprung mallorca“ und an das alicante logo auf der camper website konnte ich mich erinnern. diese message hat so gut funktioniert dass ich seit 3 jahren camper schuhe trage in festem glauben dass diese in spanien produziert werden. so fest überzeugt dass ich es nicht für wert hielt einmal auf das made in etikett zu sehen.

aber da bin ich nicht der einzige: in diesem thread fragt jemand ob er doch wohl keiner fälschung aufgesessen ist – es ist nämlich ein made in china etikett im schuh!

und auf der camper website werden freilich nur die spanischen wurzeln herausgestrichen, die tradition der marke und erfolgreiche firmengeschichte. auf der ganzen website findet sich kein wort über die ausgelagerte produktion, stattdessen wird einer im gefühl bestärkt dass in spanien produziert wird. im camper lifelovers ABC steht C für commitment, P für planet und M für mediterranean. dabei ließe sich mehrmals das produktionsland erwähnen, unter C China, P für Produced und M Made in.

es ist nicht so dass ich prinzipiell keine made in china produkte kaufe, nur wenn ich werbemäßig so stark auf das heimatland des unternehmens und seine tradition setze fände ich es auch angebracht wenn der umstand der verlagerten produktion nach china nicht verheimlicht wird. aus welchen gründen auch immer das erfolgt sein mag, so tun als ob kommt dann gar nicht gut.

in der IT wird ja schon lange alles in asien produziert, bei apple und microsoft bspw. wird daraus gleich eine eiene werbebotschaft: microsoft’s zune ziehrt ein „hello from seattle … assembled in china“, und apple hatte oft ein „designed in california“ auf der verpackung. analog dazu könnte camper ja ein „hello from spain – made in china [under great conditions that make our product more expensive]“ anbringen.

beatport sync… und gedanken zu beatport.com

beatport sync ist ein player von native instruments, in zusammenarbeit mit beatport.com veröffentlicht, er ist gratis herunterzuladen.

was macht das teil?

synchronisieren von tracks, sprich, übergänge über die software im takt anpassen, ohne mischpult und turntables an den pc zu hängen. auflegen damit ist also unmöglich, aber für die private geburtstagsfeier ausreichend, sozusagen ein konkurrent für BPM studio, was das core feature der synchronisation betrifft. die bedienung mit der maus des faders ist allerdings sehr mühsam…

der player ist für laien gedacht, die ein wenig rumspielen wollen. mit dem großen bruder traktor scratch hat es nichts zu tun. für beatport eine möglichkeit auf die clients zu kommen, um noch mehr leute mit der shopping plattform beatport.com zu bedienen.

native instruments ist geldgeber für beatport.com, daher kommt die initiative. beatport.com expandiert derzeit sehr kräftig. unter dj’s im elektronik bereich führt nach dem umstieg auf eine digitale dj-lösung kein weg an beatport.com vorbei, die alternativen können mit der masse des angebots von beatport.com kaum mithalten. beatport.com bietet derzeit rund 30 terrabyte elektronische tanzmusik an, und wird in den bereich hip hop expandieren, also weitere labels an bord bringen.

zusätzlich zum online store stellt beatport.com derzeit folgende services zur verfügung.

beatportal.com liefert den gossip talk zur szene. vorstellung neuer hardware, ein blog mit interviews, podcast, etc. den lokalen (wiener) szenetalk im plattenstore ersetzt das natürlich nicht, aber den krieg ich auf anderen plattformen.

beatport.com ein auf 100% adobe flash basierender online store, mit eben masse an tracks. schnell, leider eben in flash abgewickelt (ich mag das einfach nicht), aber wenig community features,…

beatportdownloader.com ist ein download tool in adobe flex, noch beta. aber es soll den mühsamen umstand von beatport.com beheben, nur track nach track herunterladen zu können. anstatt einfach beatport.com um eine „download all tracks in one zip“ zu ergänzen, hat man sich dazu entschlossen dafür ein eigenes tool zu schaffen :)

beatportcom in traktor scratch

außerdem ist beatport.com als shop schon in traktor scratch integriert. so müsste ich für das shopping nicht mal den dj client verlassen. (screenshot)

alles in allem hat beatport.com durch die verbandelung mit native instruments den größten startvorteil. ich nutze auch andere services wie bleep.com für shopping, aber die auswahl an labels lässt mich immer wieder an beatport.com zurückkehren.

interessant wäre vor allem wie es den vielen kleinen labels ergeht, die mp3s auf beatport.com kosten zwischen 1,50 – 2,99 €. für eine (offline-) platte mit 2 tracks zahle ich gleich mal 9,90€.  bei den preisen auf beatport.com muss natürlich einiges abgesetzt werden um gewinnbringend zu arbeiten, und davon zu leben.

beatport.com zu benutzen ist allerdings immer noch besser als die tauschbörsen, soulseek + co sind für mich das schlimmste. ich bin immer wieder überrascht wenn ich mit anderen djs über traktor scratch rede, meist erhalte ich „cool, das heißt du kaufst dir einmal traktor scratch und musst dann gar keine platten mehr kaufen“. diese personen sollen bitte weiterhin platten kaufen…!

begriffslexikon developer marketing

learning: der demo boy, meist eine wichtige rolle bei keynotes auf technischen konferenzen, hat die wichtige aufgabe den haupt-keynote-speaker mit knackigen demos zu unterstützen, um den wow effekt hervorzurufen. die meute auf den üblichen content geil zu machen, sozusagen.

die szene nennt diese demo boys auch ganz süß „demo äffchen“.