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dokutipp: ibiza occident – früher war alles anders (besser)

ich hatte eigentlich gar nicht vor mir die doku anzusehen, der trailer hat mich eher abgeschreckt, der vermittelt das bild von 80 minuten lang partyaufnahmen, viel fleisch  bunter feieranten mit den händen in der höhe. gut, das wetter war aber danach und dann war ich schnell überredet.


„die leute tanzen nicht mehr, sie reißen nur die hände in die höhe“  (pacha gründer ricardo urgell)

und: die doku präsentiert 9 verschiedene persönlichkeiten die die entwicklung der insel ibiza über die letzten jahrzehnte mitgemacht haben. clubbesitzer, djs, musiker, produzenten. bis auf eine ausnahme nicht die internationalen superstars, sondern personen die auf ibiza einen mehr oder weniger festen wohnsitz haben. und die zeichnen dann das bild einer insel die sich von einem ruhigen ort, an dem in den 80ern enstpannt gefeiert wurde, ein club noch resident djs beschäftigte, hin zu einer oberflächlichen internationalen jet set hipster partyinsel mit programm für 24×7 entwickelt hat, die sich auch nicht jeder leisten kann und viel vom ursprünglichen flair verloren hat. dabei bleibt die doku schön zugänglich für ein breites publikum, es ist keine doku für musiknerds die hoffen zu erfahren in welchem club welcher dj wann seinen durchbruch hatte, sondern simpel für interessierte an musik, clubkultur und eben ibiza. der film läuft im topkino und 3 weiteren.

musik im film:

second hand laden für mp3s

das startup redigi (artikel im aktuellen debug) möchte sowas wie ein ebay für mp3s aufbauen. wenn bei ebay ja meist physische artikel den besitzer wechseln kann sich darunter jeder was vorstellen. wie soll das bei mp3s funktionieren? indem du dir eine client software installierst die, negativ gedacht, als DRM spyware funktioniert, positiv gedacht dir hilft deine mp3s zu verwalten und zu veräußern.

die software stellt sicher (derzeit nur in den USA verfügbar) dass du der rechtmäßige besitzer der mp3s bist und nicht kopien dieser hortest. klingt irgendwie stimmig. warum sollte ich meine über die jahren käuflich erworbenen mp3s, die eh nur platz brauchen und nie gehört werden, nicht zu geld machen. andererseits sind die margen wohl gering: ein kauf mp3 kostet EUR 0,99 – 1,99, und kann es dann auf redigi um bspw 0,79 $ reinstellen, an mich gehen nur 0,39 $, da bleibt also nicht viel. da müsste ich schon mp3 sammlungen anbieten können, bspw „gut sortierte indie tunes, 1000 mp3s um EUR 500″ oder so… während eine rare schallplatte im wert steigt, mein vater hat einige die 70-150 EUR wert sind, wird das bei mp3 wohl nicht so aufgehen. wird ja nicht knapp das zeug!

die musikindustrie bereitet natürlich schon klagen vor, wieder ein service bei dem sie nicht mitschneiden können! aber solange jeder seine mp3s lokal hortet und noch nicht in die cloud geladen hat, hat das service wohl noch keine chance. später könnte dass sicher eine logische erweiterung für die großen musikstores sein, etwa apple itunes, google music oder amazon, die das geschäft für second hand mp3s dann selbst anbieten wenn ich das zeug auch ursprünglich bei ihnen gekauft hab und ihren cloud services abgelegt hab. aber vielleicht will redigi eh nur von einem der großen player gekauft werden!

sommerlektüre debug mag für juli/august

das debug magazin der juli / august ausgabe ist wieder mehr nach meiner nase geschrieben als die letzten paar. ich bin noch nicht ganz durch, aber hier mal ein paar links + storys daraus.

digitale gesellschaft
die coverstory ist zwar nicht recht dick, aber das kurzinterview mit geert lovink (institut of network cultures amsterdam) zum umgang von politik und gesellschaft mi digitalen medien ist sehr gut.

Wir müssen in Bezug auf digitale Medien aufhören, über die Zukunft zu reden. Das ist mittlerweile zur schlechten Gewohnheit geworden. In den neunziger Jahren hatte das noch Sinn gemacht, doch jetzt leben wir schon mitten in dieser Zukunft. Wir brauchen also keine Visionen mehr, davon gibt es derzeit mehr als genug.

das interview ist auf geert’s blog zu lesen. auch lesenswert  ein alter debug artikel mit lovink aus 2008 zu seinem buch zero comments.

„Missionary Church Of Kopism“

* All knowledge to all
* The search for knowledge is sacred
* The circulation of knowledge is sacred
* The act of copying is sacred.

der versuch eine religion mit dem glauben an freies kopieren zu etablieren – so haben ein paar findige aus schweden versucht das copyright dilemma zu beenden, die forderungen der piratenpartei gehen ihnen nicht zu weit, aber erstmal wurde die religion vom staat nicht anerkannt!
den versuch gibts ja immer wieder, so hats auch dieser mann in colorado probiert bei einem anderen thema.

neue musik von john tejada

john tejada, am bekanntesten für seine „hits“ sweat on the walls und paranoia hab ich wirklich schon ewig am radar. die neue platte und der musiker im porträt! die debug platte des monats gibts über zero“ übrigens günstiger, erschienen auf kompakt, nicht seinem eigenem label palette recordings. 12 tracks um € 8!
track aus dem neuen album – the mess and magic

das komplette inhaltsverzeichnis gibts hier, debug kostet 4€ und gibts in der gut sortierten trafik.

die red hot chili peppers story

2005 gekauft und nach 20 seiten erstmal beiseite gelegt, die autobiographie von anthony kiedis, lead sänger der red hot chili peppers. jetzt nochmal probiert und hellauf begeistert.

für eingefleischte RHCP fans: das zufällige entstehen der band, zerwürfnisse, gigs vor 30 leuten, der erste plattenvertrag, der aufstieg und gigs in ausverkauften stadien.

und vor allem: anthony kiedis, ein wunder dass er 20 jahre alt geworden ist. erster joint mit 10, heroin mit 14, vater teilzeit-dealer, sporadischer diebstahl, … aber auch: einserschüler, kinderschauspieler in hollywood, talentierter sänger und texter, ehrgeizig und 120% bei allem. einfach blood, sugar, sex, magik.

Schon seit drei Tagen ballerte ich mir mit Mario, meinem mexikanischen Dealer, Koks in die Venen, als mir unser Auftritt in Arizona einfiel. Zu diesem Zeitpunkt hatte meine Band, die Red Hot Chili Peppers, erst ein Album herausgebracht, und wir waren eigentlich auf dem Sprung nach Michigan, um dort unser zweites Album aufzunehmen.
….
Nur, dass ich total im Eimer war. Das war ich eigentlich immer, wenn ich nach Downtown L.A. fuhr und mich mit Mario traf.

das buch ist aber nicht nur für RHCP fans interessant, sondern bietet außerdem einen breit gefächerten einblick in die musik- und clubszene des L.A. der 70er und 80er. welche clubs und bands waren auf der melrose avenue angesagt, und wer im musikbiz hat die band auf ihrem weg von anfang an unterstützt (von nina hagen bis george clinton).

Der Sunset Strip war in den frühen Siebzigern die Lebensarterie, die durch West Hollywood verlief. Die Leute verstopften in einer Tour die Straße, indem sie zwischen den besten Clubs der Stadt hin und her pendelten. Es gab das Whisky a Go Go und das Filthy McNasty’s. Zwei Häuserblocks vom Whisky entfernt gab es das Roxy, ein weiterer Club mit Livemusik.

Es war schwer, mich davon zu überzeugen, dass wir nicht auf großem Fuße lebten, vor allem an den Wochenenden, wenn mein Vater mich in die Clubs mitnahm, wo er als Lord of the Sunset Strip bekannt war.

spannendes buch für fans der band oder musik- und L.A. interessierte!

animal collective in wien

am 23.5. in der arena, € 30

I was getting bad vibes but then i changed to this song. Good vibes

musik fürs lange wochenende

musikalischer input für die nächsten tage:

am morgen: leiser beach house im hintergrund während dem frühstück. aktueller de-bug podcast “beach house 2009” – als on demand oder download verfügbar.

schwerfällige/düstere beats bei schlechtem wetter: sub.fm bringt dub / dupstep / garage.

vor dem ausgehen: dj set von anja schneider mit treibenden minimal house tracks – auf play.fm on demand!

play.fm – super relaunch hingelegt

playfmold

ich kann mich noch an den play.fm launch vor 5(?) jahren erinnern – damals mussten aufgenommene DJ sets via FTP server hochgeladen werden, von dort wurde es manuell gepublished, die setlist konnte dann im forum geposted werden – oder auch nicht. ziemlich klassisch gehalten und halt in die jahre gekommen!

playfmnew seit einigen wochen schon erstrahlt die play.fm site in neuem glanz. die neue site kann mit einer vielzahl an neuen funktionen sowohl listener als auch djs überzeugen.

 

neben einer riesenanzahl an dj sets von events, die play.fm unterstützer (clubs und clubgeher, veranstalter, play.fm selbst) online stellt, haben nun auch hobby djs eine einfache möglichkeit ihre sets hochzuladen ohne sich um den nötigen speicherplatz und rechte sorgen zu müssen. die minimumlänge beträgt 20 minuten und nicht nur tracks eines labels dürfens sein, aber sonst steht dem upload nichts im wege.

playfm die setlist kann gleich bei upload eingegeben werden – bei studiosets meistens nur ein wenig copy paste / tipparbeit. bei clubsets ist die community gefragt: nach einem live recording im club ist seltenst eine vollständige setlist zu haben – auf play.fm können die user nun selbst track IDs requesten / beantworten.

das sind so für mich die key features.. natürlich kann der web auftritt wesentlich mehr, bspw. login mit open id, shop integration mit direktlinks auf mp3 stores, eventbörse, live radioshows aus dem MQ, super suche nach venue/artist/style uvm.

play.fm ist mit dem relaunch ein sehr runder auftritt gelungen der nun eine weit größere zielgruppe als die der nerdigen dj people anspricht.

und es kommt aus wien – unterstützen! :)

hier noch der link zum vimeo überblicksvideo über die neue site.

musiktipp: john tejada

zum genießen am sonntag abend

zweimal john tejada

musiktipp: the cloud making machine

passend zum thema cloud computing ist mir am zune das album „the cloud making machine“ von laurent garnier entgegengesprungen. das album wurde mal als „meilenstein in der geschichte der elektronischen musik“ angelobt, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. immerhin aber möchte ich es als gute platte für ruhige stunden empfehlen. keinesfalls darf eine gerade bassdrum erwartet werden, es ist eher ein ambient elektro cd die tracks für chillout und auch gänstehaut bietet. ich höre die CD gerne beim laufen weil es schön beruhigend ist, und keinerlei druck erzeugt.

auf youtube gibts ein gutes summary video mit einem auszug aus den tracks und auf laut.de eine CD kritik

musik downloadtipp: !k7 records sampler

in einer oldschool web 1.0 marketing aktivität verteilt k7! einen sampler for free… for free? nein, eine email adresse brauchst du schon!

downloadlink anfordern unter www.k7.com/sampler

die tracklist kann sich sehen lassen, mit dabei: herbaliser, hot chip, carl craig, herbaliser,…