lange nacht der ungeschriebenen blog posts am 21.3.2013 in wien

lange nacht der ungeschriebenen blog posts

events für die social media szene, deren teil die blogger teilweise auch sind, gibts genug. aber ein community event rein für blogger im barcamp style hats schon länger nicht gegeben – deswegen organisiere ich eines.

nach tausenden von tweets, shares, likes, comments und re-blogs  gibts auch wieder ein kleines revival von klassischen blogs. eine gruppe an wieder-auferstandenen oder neuen bloggern – genau die sollten sich den donnerstag, 21.3.2013 freihalten.

ein afterworks-community event im spaces03 nur rund ums bloggen. geladen sind blogger aller farben (egal ob tech, reise, style, wildstyle, foto,…), aber auch am blogging interessierte, sich und ihre blogs vorzustellen, tools und apps rund ums bloggen. außerdem wirds eine blog tuning garage und vorträge geben. ein event im im barcamp style mit fokus auf blogworking und networking.

anmeldung und erste infos zum programm auf blogseed.at, laufende updates dazu auf @blogseed.at.

lange nacht der ungeschriebenen blog posts am 21.3.2013 in wien

just too fresh!!! kurier.at now online!

der heutige tag war eine achterbahnfahrt.. aber.. das erste feedback belohnt die anstrengung der letzten wochen, unglaublich was das ganze relaunch team in so kurzer zeit vollbracht hat.
neues design, neues CMS, neues community system, neues newsletter system, neue mobil website und ab jetzt laufend neue releases auf kurier.at!

und on the way: redesign auch im print! check out – ein paar highlights:

neue bildergalerien:

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tight content boxes…

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neue onmouse over navi mit content pre-fetch

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neues video portal

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just too fresh!!! kurier.at now online!

1 jahr hauptstadtblog wien

im april 2011 habe ich begonnen fotos von unterwegs auf hauptstadtblog.at zu veröffentlichen. im team zu dritt ging es ab august verstärkt mit rita und gerald weiter. inspiriert von hauptstadtblog.de hab ich mir ganz engagiert die domain reserviert, die dann erstmal 3 jahre nur rumlag. konzepte wurden gewälzt und ideen gesammelt. aber alles zu groß gedacht für den beginn, keine zeit dafür. ein kleines photoblog geht sich auch nebenbei aus, und auch daraus kann ja später mal mehr werden.

immerhin schon 131 photoblog posts sind online

statt worten bilder sprechen lassen, oder wie beschreibt man eine stadt mit der man lebt und liebt besser? die täglichen wege von gerald, rita und rolf durch wien sind gepflastert von eindrücken, die sie begonnen haben konsequent mittels handelsüblicher smartphones und  digitalkameras festzuhalten; so entstehen spontane momentaufnahmen unerwarteter motive, anblicke unbekannter kleinode, oder abbilder alltäglicher objekte, an denen man tag für tag vorbeiwandert und sie genau aus diesem grund nicht mehr wahrnimmt.

dieser blog soll dein drittes auge sein, das dir eine neue perspektive auf wien ermöglicht und dir die stadt in all ihrer herrlichkeit und skurrilität zeigt. wien am puls seiner zeit, akutell, meist sensationell.

1 jahr hauptstadtblog wien

deichkind war mal hip hop

dreimal hab ich deichkind jetzt live gesehen: 2005 im rahmen von fm4 on tour in salzburg, da bestand die show noch darin in müllsäcken auf couchen herumzuhüpfen. das zweite mal vor 2 jahren am donaufestival in krems, aber da nur das letzte drittel der deichkind theatershow. und jetzt vor kurzem zum dritten mal in der wiener stadthalle – also ein guter querschnitt über die entwicklungsschritte der band.

deichkind hat die hymne für die generation download releast und füllt damit jetzt konzerthallen. geschickt gemacht: von den indie bühnen und deutschem hip hop weg mit den aufreger tracks übers system, damit füllen sich jetzt konzerthallen und wird ordentlich geld gemacht. illegale fans sind bei dieser dimension kein problem mehr. deshalb hab ich mir nur das konzertticket geleistet und das album über die piratenbucht gezogen. ich denke dass ist auch im sinne von deichkind.

deichkind hat jetzt den superstar status im deutschsprachigen raum und füllt die stadthalle, hat die besseren mitschrei & stampflieder und eine recht aufwendige bühnenshow, ohne die der live auftritt wohl extrem langweilige wäre – weil die musik vollständig aus der konsole kommt. das publikum ist nicht so ganz mitgewachsen mit der band, dass ist gleich jung geblieben oder jünger geworden.

merkst du daran dass deichkind sagt “macht das zeichen” und tausende leute “machen das zeichen”, oder gehen nach anweisung brav in die hocke – befremdlich. ich war so mutig und blieb stehen, bis ich ermahnt wurde. dabei entstand dieses foto.

lange bevor die schreilieder in kombination mit bühnenshow programm waren, und MTV noch ein musiksender war, hat deichkind hip hop produziert, wer deutschen hip hop mag soll beim album bitte ziehen sie durch zugreifen. ganz in deichkind manier gibts – ganz legal – das album zum durchhören auf youtube.

deichkind war mal hip hop

band to watch: johann sebastian bass

1x im monat findet die dogdisco im loop statt: das monatlich stattfindende event zur förderung österreichischer bands. die dogdisco feierte gestern ihr 4jähriges bestehen.

die band des abends war johann sebastian bass: super clubtanzmusik – johann sebastian bach trifft elektro, techno, krautrock, und vor allem viel bass.

band to watch: johann sebastian bass

erster besuch in der grellen forelle

vorige woche samstag (11.2.) wars endlich soweit und wir konnten in einer kleinen gruppe den schon länger anstehenden erstbesuch in der forelle in angriff nehmen.

die location: nach betreten des clubs kommt mal der ticketschalter, weiter zur garderobe. dann durch die nächste tür in den club auf den kleineren kitchen floor, und ohne abtrennung auf den großen floor. dass ganze ist schlauchartig angelegt, also es gibt nur vorwärts oder rückwärts im club. aber eng sollte es nicht so schnell werden, denn groß genug angelegt ist das allemal.

sofort aufgefallen ist mir der klare druckvolle sound am main floor, bei der anlage wurde sicher nicht gespart. die größe der forelle ist schon beeindruckend, könnte aber auch ein problem sein. ich denke 400-500 leute haben allein am mainfloor platz. wien ist wohl zu klein für einen weiteren club der auf die zielgruppe der techno/house/elektornika jünger los geht, und vielleicht innerhalb dieser fraktion auch noch aussortieren will.

die no photo policy ist wie zu erwarten auch mehr werbeschmäh als gelebte realität. ich hab aber auch nichts wahrnehmen können was nicht nach außen dringen hätte dürfen, also egal.

preise: heftig! seiterl € 4, spritzer 3,50. dass passt irgendwie nicht ganz zu der zielgruppe die das line up anspricht.

kommentare zum publikum sind im ersten jahr nach der eröffnung wohl wenig sinnvol, dass wird sich langsam entwickeln. an diesem abend war es eine mischung aus: rich kids trifft WU meets passage + kleine portion sauna audience + clubtouristen wie uns.

die pratersauna und forelle werden momentan immer verglichen, mein  kommentar: sympathischer ist mir die pratersauna mit ihren eng verschachtelten floors und räumen. ein haus das wächst und gedeiht, und im grünen prater gelegen, anders als der betonbau inkl. parkhaus an der spitellauer lände, in dem die forelle beheimatet ist. die sauna ist in diesem fall aber wohl sowieso einzigartig in wien und damit kaum zu toppen. und auch die pratersauna ist alles andere als günstig, aber eben günstiger als die forelle. und dass der sound vielleicht nicht so fett ist macht die location locker wett.

früh für ein fazit: jedenfalls viel potential und wer beobachtet hat wie stark sich die pratersauna in den ersten beiden jahren des bestehens noch verändert hat kann gespannt sein. die clubgröße finde ich extrem optimistisch angelegt. mal schauen ob das teure line up so aufrecht gehalten werden kann und nicht ein schwenk in richtung kommerziellere musik erfolgt.

für mich war es trotzdem für längere zeit der letzte besuch nachdem ein überfürsorglicher security einen kumpel von mir wegen einer lappalie gleich hausverbot gegeben hat. da hat sich unsere clique solidarisch gezeigt und gleich geschlossen den club verlassen.

weitere kritiken sind auf tupalo und wordpress zu finden.

erster besuch in der grellen forelle

são paulo – stadt mit werbeverbot im öffentlichen raum

raus aus der wohnung zur bushaltestelle: dort eine werbung für einen kinofilm. bus fährt ein: auf dem bus werbung für ein sprachinstitut. aus dem bus raus auf dem weg zur ubahn: geschäfte mit werbeplakaten sale – aktion – günstiger en masse. die ubahnstation selbst sieht aus wie der außenposten einer H&M filiale – zugepflastert mit plakaten und screens. stell dir vor es gibt werbung und keiner sieht hin – bei einem solchen szenario fast unmöglich.

H&M Station Branding Stephansplatz (c) ATMedia
H&M Station Branding Stephansplatz (c) ATMedia

in são paulo gibt es seit 2007 per gesetz keine werbung im öffentlichen raum. der dortige bürgermeister hat mit 70% zustimmung der paulistanos durchgesetzt dass bis auf wenige ausnahmen werbung im öffentlichen raum verboten ist. warum das ganze?

“The Clean City Law came from a necessity to combat pollution … pollution of water, sound, air, and the visual. We decided that we should start combating pollution with the most conspicuous sector – visual pollution.”

keine riesen billboards, poster, plakate, stromfressende neon reklame, werbung auf fahrzeugen etc. aber  dem noch nicht genug: sogar den geschäften wurde es verboten hinweisschilder anzubringen. die helfen sich indem sie ihre gebäude mit kräftigen farben und mustern bemalen.

No Logo Photoset (c) Tony de Marco
No Logo Photoset (c) Tony de Marco

und was ist seitdem anders? es kommen gebäude zum vorschein die bis jetzt nicht registriert wurden, die stadt bekommt ein neues gesicht und die bewohner orientieren sich nicht weiter an großen billboards. die stadt verliert geschätzte 130 mio.$ an einnahmen, und angebliche 20000tsd jobs sind laut werbebranche bedroht. ob und wieviel weniger umsatz die jetzt nicht mehr beworbenen unternehmen machen, darüber finden sich keine zahlen.

neue werbeflächen werden ständig erschlossen (bspw. hochfrequente wiener ubahnstationen wie stephansplatz oder neubaugasse), oder neue werbeformen entstehen und ich bin immer mehr werbung ausgesetzt. während ich online noch tools zur verfügung habe mich dagegen zu wehren oder einfach eine dienstleistung dafür erhalte prasselt außerhalb meiner vier wände alles über mich herein. ich würds begrüßen wenn es auch bei uns zumindest limitierungen der werbeflächen geben würde, oder diese nicht uferlos mehr werden.

quell links:

são paulo – stadt mit werbeverbot im öffentlichen raum